Solange Vermietung nicht steuerbar ist, bleibt sie Zufall

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Ein Gespräch mit Oliver Grimm, CEO von Beyonity, über Social Real Commerce und warum Vermietung gerade ihr Fundament verändert.

Redaktion: Herr Grimm, Sie sagen, Vermietung ist heute oft Zufall. Das klingt provokant.

Oliver Grimm: Ja. Und genau deshalb ist es wahr.
Die meisten Vermietungen funktionieren. Am Ende ist die Wohnung vergeben. Aber die entscheidende Frage stellt kaum jemand: Warum genau diese Vermietung funktioniert hat. Und noch wichtiger: Warum andere nicht.

Redaktion: Woran liegt das?

Grimm: Weil Vermietung in der Praxis meist nach dem gleichen Muster abläuft. Inserat online stellen, Anfragen abwarten, Besichtigungen durchführen, irgendwann ein Abschluss. Das Ergebnis stimmt oft, der Weg dorthin bleibt diffus. Niemand weiss wirklich, wie sich Nachfrage entwickelt, welche Interessenten relevant sind oder weshalb jemand abspringt.

Redaktion: Aber das klingt nach Alltag. Wo ist das eigentliche Problem?

Grimm: Ohne Transparenz gibt es keine Steuerung. Und ohne Steuerung keine Optimierung. Dann hängt Vermietung von Markt, Timing und Glück ab. Oder anders gesagt: Solange Vermietung nicht steuerbar ist, bleibt sie Zufall.

Redaktion: Was bedeutet das konkret für Eigentümer und Bewirtschafter?

Grimm: Sie reagieren, statt zu führen. Sie überlassen das Ergebnis dem Markt und verlieren Kontrolle über Geschwindigkeit, Qualität und Planbarkeit. Gerade in einem Umfeld, in dem Anforderungen steigen, ist das ein Risiko.

Redaktion: Sie sprechen davon, Vermietung neu zu denken. Wie genau?

Grimm: Wir müssen weg vom reinen Vermarktungsdenken. Vermietung ist kein Inserat, sondern ein Commerce-Prozess. Jede Wohnung ist ein Produkt. Und jedes Produkt braucht einen klar geführten Weg zur Entscheidung.

Redaktion: Das erinnert tatsächlich stark an E-Commerce.

Grimm: Zu Recht. Im E-Commerce ist es selbstverständlich, Nachfrage zu messen, Verhalten zu verstehen und Conversion zu optimieren. In der Vermietung gibt es viele Aktivitäten, aber keine durchgängige Logik.

Redaktion: Und hier setzt Beyonity an?

Grimm: Genau. Wir bauen keine weitere Einzellösung. Wir bauen eine neue Logik für Vermietung. Eine Logik, in der klar ist, wo Nachfrage entsteht, wie sie sich entwickelt und wie sie aktiv zum Abschluss geführt wird.

Redaktion: Sie nennen das Social Real Commerce. Was steckt dahinter?

Grimm: Vermietung wird nicht mehr passiv abgewickelt, sondern aktiv geführt.
Interessenten werden begleitet, Entscheidungen unterstützt, Prozesse strukturiert.
Wie im E-Commerce, aber angepasst an reale Entscheidungen. Menschen entscheiden nicht linear. Sie vergleichen, zögern, interagieren. Genau das machen wir sichtbar.

Redaktion: Was machen Sie konkret anders?

Grimm: Wir verbinden, was heute getrennt ist. Nicht als Tool-Sammlung, sondern als durchgängigen Prozess von der ersten Nachfrage bis zum Abschluss. Und vor allem machen wir diesen Prozess steuerbar.

Redaktion: Welche Rolle spielt dabei der Navigator?

Grimm: Der Navigator ist die Steuerzentrale. Er verbindet Nachfrage, Prozesse und Entscheidungen zu einem System. Nicht, um jeden Schritt zu kontrollieren, sondern um Überblick und Führung zu ermöglichen. Er macht sichtbar, was bisher im Verborgenen passiert.

Redaktion: Und BeyonityHELLO?

Grimm: Das ist der Ort, an dem Vermietung tatsächlich stattfindet. Wo aus Interesse eine Entscheidung wird. Man kann es sich wie einen Shop für Mietwohnungen vorstellen. Informationen kommen zusammen, Interaktion entsteht, Entscheidungen werden geführt.

Redaktion: Was verändert das für Eigentümer und Bewirtschafter?

Grimm: Sie bekommen Kontrolle zurück. Zum ersten Mal sehen sie, wie sich Nachfrage entwickelt, wie sich Interessenten verhalten und wo sie gezielt eingreifen können. Das verändert Vermietung grundlegend.

Redaktion: Warum kommt dieser Wandel gerade jetzt?

Grimm: Weil Vermietung heute schneller, transparenter und planbarer sein muss. Das lässt sich nicht mehr mit einzelnen Massnahmen lösen. Dafür braucht es ein System.

Redaktion: Ihre Vision?

Grimm: Vermietung steuerbar machen. Nicht als Optimierung des Bestehnden, sondern als neues Modell. Sprich: Wir machen aus Immobilien Social Real Commerce.

Redaktion: Noch ein Schlusssatz? 

Grimm: Die Immobilienbranche steht vor einer klaren Entscheidung. Vermietung weiter als lose Abfolge einzelner Schritte zu behandeln oder sie als steuerbaren Prozess zu verstehen. Denn eine Wahrheit bleibt bestehen: Solange Vermietung nicht steuerbar ist, bleibt sie Zufall.

 

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